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Jahreslosung 2007 PDF Drucken E-Mail

Jahreslosung der Gemeinde 2007

Das Leben in der Gegenwart Christi

Philipper 4, 4 - 7
4 Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch! 5 Eure Güte lasst kundsein allen Menschen! Der Herr ist nahe! 6 Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden! 7 Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus.

Jahreslosung 20071. Keine Sorgen.
Kommt ein kleiner Junge vor dem Schlafen zu seinen Eltern und fragt: Mama, Papa braucht ihr etwas, ich möchte jetzt für euch beten.
Glauben wir noch wie dieses Kind, dass unser Vater im Himmel wirklich Gebet erhört und sich auch unserer kleinen Bitten annimmt? Oder haben wir uns schon daran gewöhnt uns unsere Wünsche selbst zu erfüllen, uns um unsere Nöte und Krankheiten selbst zu kümmern oder von Fachleuten behandeln zu lassen.
Wenn etwas nicht so läuft wie wir es erträumten, ist dann Gott die erste Adresse oder erst dann wenn alle anderen Lösungsversuche nicht gelungen sind?
Mose ist mir da ein großes Vorbild. Wenn das Volk Gottes wieder einmal auf Abwegen war oder murrte, dann sah man Mose schon in der Früh im Dauerlauf zum Zelt der Begegnung rennen und jeder der ihn sah wusste: jetzt wird sich etwas bewegen, denn die Wolke der Herrlichkeit und Gegenwart Gottes senkte sich auf das Zelt der Begegnung. Mose klagte Gott sein Leid und holte sich den Auftrag von Gott, wie er ganz konkret vorgehen sollte.

Jesus wollte diese Gelassenheit im Vertrauen auf Gott seinen Jüngern in der Bergpredigt klar machen als er ihnen die Natur vor Augen hielt, die Tiere und Pflanzen leben nur von der Güte des Herrn. Warum sollte er uns nicht mit allem versorgen was wir brauchen. Wir sollen in erster Linie nach Gottes Anliegen fragen, dann wird er uns schon alles geben was wir brauchen.
Falsches Sorgen, eigentlich sich um Dinge ängstigen lenkt uns vom wesentlichen ab und bindet uns und unsere Kräfte an Dinge dieser Welt, die aber eigentlich zweitrangig sind. In erster Linie sollen wir doch unserem wunderbaren Herrn zu Verfügung stehen. Wir sind oft so bedrückt, weil wir zu klein von Gott denken und unsere Sorgen unserem himmlischen Vater nicht wirklich anvertrauen.
Wo ist dein Zelt der Begegnung in deinem Alltag. Wo erlebst du die Gegenwart Gottes in deinem Leben und Nöten. Erfährst du konkrete Führung und vor allem die Liebe und Herrlichkeit Gottes, die in der Begegnung mit ihm dir die Geborgenheit der Kinder Gottes geben möchte.
Wo ist dieser Platz hier in der Gemeinde. Es kann der Gottesdienst sein, ein Hauskreis, ganz bestimmt die Gebetsstunden aber auch das Gebet mit Freunden und Ehepartnern. Dein persönliches Gebet.
Es gibt viel zu tun, beten wir es an. Ora et labora, bete und arbeite, ist die alte Mönchsregel.
Wenn wir an den Ausbau, Neubau, ein neues Gebäude oder eine Tochtergemeinde denken. Dann sollten wir erst einmal alle miteinander auf die Knie gehen und beten und Fasten, damit wir die Gedanken Gottes über diesen Punkt erkennen. Unser Gottesdienstraum ist Gott sei dank voll. Wo sollen denn all die Neuen, die in diesem Jahr zum Glauben kommen werden Platz finden? Beten wir, glauben wir und dann machen wir uns gemeinsam an die Arbeit und erfüllen in der Kraft des Heiligen Geistes die Aufträge, die Gott uns gibt.

2. In allen Anliegen beten, Flehen, Danken.
Paulus ermahnt die Philipper stattdessen zum Gebet. Gebet und Danksagung erwachsen aus dem Vertrauen auf Gott.
Mit vier Begriffen wird hier die Gemeinschaft und das Gespräch des Gläubigen mit Gott beschrieben.
"Im Gebet" (proseuche) bezeichnet den Weg, auf dem der Christ sich Gott nähert.
Das Atmen der Seele, das Leben im Dialog in der Gemeinschaft und Gegenwart mit dem Gott der Nahe ist, ist hier gemeint.
Wer von euch betet den ganzen Tag über und geht mit Jesus durch seinen Tag und bespricht sich mit ihm in den gewöhnlichen Anliegen des Alltages? Das ist gemeint.
Er is do do, er is ma no, darum reg i mi net auf.

"Das Flehen" (deesai) betont die Bitte um Antwort auf ein bestimmtes Bedürfnis.
Jemanden um Hilfe anflehen ist uns vielleicht gar nicht so vertraut. Vielleicht steht uns auch oft einfach unser Stolz im Weg. Wenn ich jemanden um Hilfe bitte ist das ja ein Eingeständnis, dass ich es alleine nicht schaffe.
Du bist Christ geworden durch die Erkenntnis, dass du es alleine nicht schaffst, dass du Erlösung brauchst. Daran hat sich auch jetzt nichts geändert. Du schaffst es alleine nicht. Du brauchst die Hilfe deines Herrn in jeder Sekunde deines Daseins, du brauchst die Hilfe von Geschwistern und anderen Menschen. Jeden Tag. Sei ein Kind Gottes und schäm dich nicht zu sagen. Papa bitte hilf mir. Kleine Kinder flehen manchmal wegen Kleinigkeiten sehr ausdauernd und manches Mal gebe ich nach obwohl ich es erst gar nicht wollte.
Flehen wir so vor unserem Gott für Anliegen und Menschen, die es wert sind, oder wenden wir uns ab, weil wir es nicht selber schaffen oder schämen wir uns die Anliegen anderen zu sagen, damit auch sie Gott um Hilfe anflehen.
Jeder von uns hat Verwandte, Eltern Kinder und Geschwister, die Jesus nicht kennen oder von ihm weggegangen sind. Flehen wir doch gemeinsam um sie, dass sie in diesem Jahr zum Glauben kommen und gerettet werden.
Lasst uns Flehen und beten was das zeug hält. Gott möchte Menschen retten. Möchtest du das auch, dann fang an zu beten, dann werden auch die Taten folgen.

"Danksagung" (eucharistias) : Ist das nicht genial, dass ich noch während ich bitte Gott schon danken kann, dass er es gut machen wird. Glauben heißt in Dankbarkeit auf das warten, was Gott tun wird, damit ich dann bereit bin, es mit ihm gemeinsam anzupacken.
Wenn ich für Regen bitte sollte ich nicht ohne Regenschirm aus dem Haus gehen. Wenn ich für Gelegenheiten bitte meinen Glauben zu bezeugen, sollte ich mich dafür vorbereiten und wissen, was ich sagen kann.

3. Auswirkungen: Freude, Güte Frieden, Nähe des Herrn.
Die Auswirkungen eines lebendigen Gebetslebens für dich und unsere Gemeinde wird sein, dass wir himmlische Freude erleben werden, weil wir Gottes liebevolles Handeln erleben werden und nur über seine Wunder staunen werden. Wir werden von dieser Liebe angesteckt und werden anderen davon weitergeben.
Der Friede Gottes, der unseren Verstand übersteigt wird uns erfüllen. Wer von uns ist denn wirklich zufrieden? Zufriedenheit findest du nie in den Umständen und Dingen dieser Welt, sondern nur im Herrn, in seiner Nähe.

Unsere Gemeindevision lautet:
Gottes Liebe leben

Wir wollen die Liebe Gottes in unsere Gemeinde leben und andere Menschen zu einer persönlichen Beziehung zu Jesus bewegen.

Unsere Jahreslosung zeigt uns, wie wir das gemeinsam schaffen.

Philipper 4, 4 -7
4 Freut euch im Herrn allezeit! Wiederum will ich sagen: Freut euch! 5 Eure Milde soll allen Menschen bekannt werden; der Herr ist nahe. 6 Seid um nichts besorgt, sondern in allem sollen durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden; 7 und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus.

Pastor Thomas Happel

 
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